Klaus Geldmacher

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All jene, die meine künstlerische und kulturpolitische Arbeit interessieren könnte, halte ich per E-Mail (rund 180 Adressen) auf dem Laufenden. Die LICHTBLICKe erscheinen jeweils aus aktuellem Anlass. Hier der letzte Newsletter:
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Biografisches LICHTBLICKe Nr.10

Politisches

27.Mai 2013

neue Werke:

Wagner-Pizza

als Titel für ein Kunstwerk zu Richard Wagner ist ein Kalauer. Nun - ich gehöre nicht zu den Bewunderern des Musikgenies; sein Antisemitismus war und der Bayreuth-Kult ist unglaublich. Dennoch habe ich das Werk und Leben des 200-Jährigen in den letzten Wochen ausführlich studiert und versucht, das Beste daraus zu machen. Im Soundtrack des Lichtobjektes ist original Wagner, der berühmte Tristan-Akkord, zu hören. Vom 20.Juni bis 31.August "Mainly Wagner" im H&H Kunstraum Köln:

http://www.kunstraumhh.com/deutsch/sommerloch2013_show_deu.html

"Concierto de Aranjuez"
7 Licht-Musik-Objekte 2011
Wagner-Pizza
mit Klaviersequenz
"Tristan Akkord"
von Richard Wagner
Multiple
25 x 35 x 15 cm
jeweils ca. 50 x 50 x 30 cm

mit Jazz/Rock-Interpretationen
von Paco da Lucia, Miles Davis,
Chet Baker / Paul Desmond,
Buckethead, Larry Coryell,
Milt Jackson / John Lewis,
Paolo Fresu
und Motiven aus Kunstwerken
der spanischer Künstler
Pablo Picasso, Joan Miró,
Eduardo Chillida, Juan Gris,
Salvador Dalí, Antoni Tàpies,
Miguel Berrocal

mit Tristan und Isolde-Prélude von Richard Wagner, Video (120 x 120 x 30 cm)

Für 40% des Verkaufspreises

hat ein Mülheimer Kunstliebhaber kürzlich ein Lichtobjekt von mir aus dem Jahr 1997 erworben - bei einer Insolvenzversteigerung aus dem Vermögen einer GmbH&Co.KG in Dormagen. Wer auf solche Schnäppchen nicht warten will, findet Geldmacher-Werke jederzeit vorrätig in Galerien in Düsseldorf, Köln und Hamburg. Oder auch direkt bei mir im Atelier - allerdings zu 100%.

Aktuelle Preislisten

Eintrittsgeld bei Vernissagen

wäre ein Weg für die Zahlung von Ausstellungshonoraren, meint auch Ruhrspeak. Die "Dialogplattform für Fotografie und Urbanität im Ruhrgebiet" hat meinen Artikel "Kommerz und Ausbeutung im Kunstbetrieb" weiterverbreitet:
http://ruhrspeak.de/die-fallstricke-des-kunstmarktes/

Das Thema verfolgt mich seit 40 Jahren. Künstlerhonorare wurden erstmals 1974 bei einer Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes gezahlt. Otto-Herbert Hajek hatte die Idee; ich war damals Künstlerbund-Geschäftsführer. Zwanzig Jahre später habe ich dann mit der Künstlergewerkschaft IG Medien eine Kampagne für die gesetzliche Verankerung von Ausstellungshonoraren gestartet. Ohne durchschlagenden Erfolg. Jetzt nach weiteren zwei Jahrzehnten wird das Thema neu belebt. Der Sächsische Künstlerbund hat Ende 2012 eine Vergütungsrichtlinie veröffentlicht:
ohne Titel, 2012
140x110x30 cm
http://www.saechsischer-kuenstlerbund.de/publikationen.html#richtlinie

Und es gab eine Anhörung im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages. Die Veranstaltung war wie`s Hornberger Schießen. Unveränderte Fronten. Die "Arbeitgeberseite" (Museen, Kunstvereine, Galerien) will nicht verstehen, dass die Künstler nicht alimentiert, sondern für ihre Leistung honoriert werden wollen. Die Künstlerverbände andererseits sind zu schwach; und den Stars der Kunstszene brennt das Thema nicht auf den Nägeln, da gute Verkaufserlöse zufriedenstellen.

ohne Titel, 2013
40x40x30 cm